Freitag, 15. Februar 2013

Licht im Hühnerstall zur Brutvorbereitung



Die düsteren Tage im Januar (hier bei uns nur 18 Sonnenstunden im gesamten Monat) haben auch den Hühnern ordentlich auf's Gemüt geschlagen.

Je nach Hühnerrasse reagierten sie entsprechend mit Trägheit und viel Schlaf.
Seidenhühner und Araucana haben diese Phase eigentlich noch am besten überstanden und legten auch weiterhin relativ gut.

Eine Lichttherapie war dagegen bei den Maran- und Lachshühnern nötig. 
Besonders die Marans lechzten geradezu nach "Sonnenschein". An trüben Tagen saßen sie dann auch oft schon in den Mittagsstunden unter den Lampen. 
Sie haben nun ein Pflanzlicht und eine herkömmliche Glühbirne in ihrem überdachten Vorauslauf hängen, wo Futter und Wasser steht und nebenan auch eins der Sandbäder ist. Zusätzlich sind in den Ställen morgens und abends noch ein paar Glühbirnen eingeschaltet um den Tag  etwa 2 - 3 Stunden zu verlängern. 
Energiesparlampen und Neonröhren sollten übrigens bei Hühnern nicht zur Anwendung kommen, da sie deren Licht als extremes Flackern wahrnehmen und man würde dadurch höchstens einen gegenteiligen Effekt erreichen.
Die Behandlung greift jedenfalls nun scheinbar endlich und einhergehend mit den letzten sonnigen Tagen kommt der Legebetrieb bei beiden Rassen wieder in Schwung. 

Um die Legetätigkeit zu steigern bekommen die Hühner zurzeit auch jeden Morgen einen Spezialbrei aus gekochten Kartoffeln und eingeweichten Brot, vermischt mit Körnern und gepressten Legekorn. 
Hinzu kommt hin und wieder ein Schuss Essig und gemischtes Kräuterpulver.
Besonders freuen sie sich natürlich über frisches Grünfutter. Gelegentlich kann ich hier in den Gewächshäusern schon etwas zartes Grün „ernten.
Von einem anderen Züchter bekam ich den Tipp es auch mit vorgekeimten Getreide einmal zu versuchen. In großen Schalen habe ich dazu nun Weizen, Gerste, Hafer und Sonnenblumenkerne leicht eingeweicht. Bei einer Temperatur von etwa 10 Grad beginnen die Körnern nun langsam aufzuquellen. Wenn die Triebe etwa 3 - 4 cm hoch sind, werden sie verfüttert. 

Eine ziemlich unappetitliche Aufgabe kam auf mich Anfang Februar zu als es da hieß: "Araucana ausscheiden"
Araucana-Hennen und auch Hähne besitzen um ihre Kloake herum ein ziemlich dichtes und feines Federkleid, welches leider sehr hinderlich ist im Bezug auf die Befruchtungsrate der Eier. 

Ich züchte ja selbst noch nicht allzu lange reinrassige Araucana, also für mich auch ziemliches Neuland noch.
Mit einer herkömmlichen Haarschneideschere ging das ganze jedenfalls recht flott.
Leider habe ich über das Thema "Araucana ausschneiden"  noch keine Bilder im Internet gefunden, deshalb hier ein paar, auch wenn's nicht wirklich schön aussieht. 

Wie man auf den anderen Bildern sieht, haben alle die Aktion gut überstanden. 
Mein blaublütiger, splashfarbiger Hahn kümmert sich zurzeit auch sehr fleißig um seine 9 schwarzen und blauen  Araucana-Damen und einer schwarzen Haubenhuhn-Lady. 

Araucana im Farbschlag "blau" sind ja meist spalterbig. Es werden also bei dieser Zusammensetzung der Herde relativ viele blau-gefiederten und relativ wenige schwarz- bzw. splashfarbige Nachkommen zu erwarten sein. 

Kommentare:

  1. Lohnt sich das wirklich, den Huehnern Kunstlicht zu verabreichen? Kostet ja immerhin Geld, vor allem, wenn es Gluehbirnen sind. Unsere jedenfalls scheinen unter den kurzen Tagen nicht zu leiden. Die Legeleistung ist normal. Nur an einigen wenigen Tagen gab es eine unterdurchschnittliche Ausbeute.

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  2. Eigentlich war ich bisher auch immer dagegen, aber wie gesagt es ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Seidenhühner z. B. brauchen überhaupt kein Licht, gehen auch bei trüben Wetter gerne raus und legen den ganzen Winter durch.
    Maran dagegen brauchen einfach ein wenig Unterstützung zurzeit, schließlich steht die Brutsaison auch bevor und die großen Rassen brauchen eben ihre Zeit um rechtzeitig vor dem nächsten Winter einigermaßen ausgewachsen zu sein...

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