Samstag, 21. September 2013

Anbau von Kalebassen - dieses Jahr nicht ganz unproblematisch...

Normalerweise habe ich mich bei den Kalebassen im August und September immer durch einen Dschungel schlagen müssen um festzustellen wo im Innern dieses Dickichts denn die großen und kleinen Früchte hängen.

Dieses Jahr war es ganz anders. Gepflanzt hatte ich die vorgezogenen Pflänzchen im Mai und von Anfang an taten sie sich schwer.
Zuerst ließ der abnorme Regen viele Pflanzen einfach verfaulen, dann rollten in regelmäßigen Abständen Nacktschnecken über die Beete weg, diese fanden leider besonders Ihren Geschmack an den jungen Trieben. 









Die angeschlagenen Pflanzen wuchsen danach mehr schlecht als recht und litten anschließend unter der
wochenlangen Trockenheit und Hitze. Auch regelmäßiges Wässern half dann nur bedingt, da die Haupt- und Kerntriebe der Pflanzen durch den witterungsbedingten Stress Risse zeigten und nur noch mit halber Kraft Seitentriebe, Blüten und eben auch Früchte entwickeln konnten. 

Die Pflanzen entwickelten zudem erst sehr spät ihre Blüten, was sie besonders fatal auf den Ertrag auswirken wird. Kalebassen brauchen nun mal wenigstens 90 Tage, besser aber 120 Tage von der Blüte bis zur Ernte um vollreif zu werden mit einer vernünftigen Wandstärke. 

Die Ernte 2013 wird entsprechend eher bescheiden ausfallen, zumal ich dieses Jahr etwas weniger Fläche mit Kalebassenpflanzen bestellt habe. 

Zurzeit trocknen noch viele Kalebassen der 2012er Ernte - es war das beste Kalebassen-Jahr wohl überhaupt, zumindest für mich. Von einer Jahrhundert-Ernte zur reden wäre wohl übertrieben, aber ich denke mal, dass so viele und qualitativ so gute Kalebassen in mitteleuropäischen Breitengraden nur alle 10 Jahre zu erwarten sind.
















Eigentlich verschmähten die Hühner bisher Kalebassen-Blätter, aber den Strupphühnern schmeckt's wie man sieht.Zum Glück haben sie die großen Früchte verschont. 

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